CKW eröffnet neue Ertragsmöglichkeiten für Photovoltaikanlagen

27. März 2026
Fallstudie: Hive Power und Iveco Bus

CKW eröffnet neue Möglichkeiten, mit Photovoltaikanlagen Geld zu verdienen. Das Zentralschweizer Energieunternehmen führt landesweit einen Flexibilitätsmarkt für PV-Anlagen ab 150 Kilowattpeak (kWp) ein. Künftig plant CKW zudem, Haushalte mit Solaranlagen, Wärmepumpen oder Elektroautos zur Teilnahme zuzulassen.

Stromerzeuger können bald Geld verdienen, indem sie flexibel auf die Bedürfnisse des Stromnetzes reagieren. Die Axpo-Tochter CKW macht diesen Flexibilitätsmarkt nun für PV-Anlagen ab 150 kWp zugänglich. Dies entspricht in etwa der Grösse von Solaranlagen auf Gewerbe-, Landwirtschafts- oder Industriegebäuden.

Um dies zu ermöglichen, ist CKW eine Partnerschaft mit Hive Power und dessen Plattform FLEXO eingegangen. Gemeinsam haben sie CKW Flex Solar entwickelt: ein Produkt, das es Betreibern von Photovoltaikanlagen in der ganzen Schweiz erstmals ermöglicht, am Flexibilitätsmarkt teilzunehmen.

So funktioniert es

Das Prinzip ist einfach. Wenn im Netz ein Stromüberschuss herrscht, drosselt FLEXO automatisch die Leistung der angeschlossenen Solaranlagen. Die Unterbrechung dauert zwischen wenigen Minuten und zwei bis drei Stunden. CKW entschädigt die Erzeuger anschließend für die entgangene Stromerzeugung zu einem Tarif, der über dem regulären Strompreis und der Einspeisevergütung liegt. Was früher eine Netzbeschränkung war, wird so zu einer zusätzlichen Einnahmequelle.

Der gesamte Prozess läuft automatisch über FLEXO ab, sodass die Bediener nichts tun müssen. Die Plattform übernimmt im Hintergrund die Verarbeitung von Netzsignalen in Echtzeit, die Anlagensteuerung und die Verfolgung der Vergütungen.

„Die Energiewende erfordert flexible Systeme, die das Stromnetz stabilisieren. Je mehr Solaranlagen eingebunden sind, desto besser können wir Schwankungen im Stromnetz ausgleichen. Gleichzeitig werden Solaranlagen für die Erzeuger wirtschaftlicher“, sagt Angela Krainer, Geschäftsführerin.

Ein Gewinn für die Erzeuger und das Stromnetz

Davon profitieren beide Seiten. Solarstromproduzenten erzielen höhere Erträge aus ihren Anlagen, insbesondere im Sommer, wenn die Erzeugungsspitzen am höchsten sind. Und das Stromnetz erhält die nötige Flexibilität, um mehr erneuerbare Energie aufzunehmen, ohne dabei instabil zu werden.

Genau diese Art von dezentraler Flexibilität braucht die Schweiz angesichts der stetig wachsenden Solarleistung. Jedes Mal, wenn eine angeschlossene Anlage auf ein Netzsignal reagiert, trägt sie zur Netzstabilität bei und schafft Platz für den Anschluss weiterer erneuerbarer Energien.

Wie geht es weiter?

CKW Flex Solar bedient derzeit PV-Anlagen ab 150 kWp. In Zukunft soll diese Schwelle jedoch auf 10 kWp gesenkt werden, wodurch das Programm auch für Haushalte mit Dachsolaranlagen, Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen zugänglich wird. FLEXO ist darauf ausgelegt, in diese Richtung zu skalieren, indem es Anlagen verschiedener Technologien und Standorte in einem einzigen, überschaubaren Flexibilitätspool bündelt.

Dies ist ein erster Schritt hin zu einem System, in dem Millionen kleiner Geräte in der ganzen Schweiz gemeinsam zur Netzstabilität beitragen und jedes Solarmodul, jede Wärmepumpe und jedes Elektroauto eine aktive Rolle bei der Energiewende spielt.

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