Umsatzsteigerung mit stationären Batterien: Der einfache Leitfaden

20. Februar 2026
Hive Power und stationäre Batterien

Einführung

Das rasante Wachstum variabler erneuerbarer Energien und die Elektrifizierung des Verkehrs stellen neue Anforderungen an die Netzstabilität und den Ausgleich. Prognosen zufolge könnte allein das Laden von Elektro-Pkw bis 2030 zu einem zusätzlichen Strombedarf von bis zu 151 TWh in der EU führen. Stationäre Batterie-Energiespeichersysteme (BESS) und Ladestationsbetreiber (CPOs) mit intelligenten Steuerungsfunktionen sind gut positioniert, um diese Herausforderungen zu bewältigen und gleichzeitig durch Flexibilität auf der Nachfrageseite neue Einnahmequellen zu erschließen.

Die Herausforderung

Die zunehmende Verbreitung von Solar- und Windenergie führt zu größeren Schwankungen bei der Stromerzeugung, was häufigere Preisschwankungen, lokale Überlastungen und die Notwendigkeit einer schnellen Frequenzreaktion und -ausgleichung zur Folge hat. Betreiber von Übertragungs- und Verteilungsnetzen benötigen flexible Ressourcen, die schnell und zuverlässig reagieren können. Obwohl stationäre Batterien ideale technische Eigenschaften für diese Dienste bieten, werden viele Anlagen derzeit in erster Linie als Backup oder für den Eigenverbrauch betrieben, wodurch ein erhebliches Flexibilitätspotenzial ungenutzt bleibt, während die europäischen Flexibilitätsmärkte weiter reifen.

Die Lösung

Stationäre BESS und intelligent gesteuerte Ladeinfrastrukturen können Flexibilität auf der Nachfrageseite bieten, indem sie Lade- und Entladezyklen als Reaktion auf Netzsignale oder Preisanreize modulieren. Jüngste Analysen, darunter auch solche von smartEn, schätzen, dass ein flächendeckender Einsatz von Flexibilität auf der Nachfrageseite bis 2030 direkte Einsparungen für die Verbraucher in Höhe von etwa 71 Milliarden Euro generieren könnte, zusätzlich zu Vorteilen auf Systemebene in Höhe von über 300 Milliarden Euro durch vermiedene Erweiterungen der Erzeugungskapazitäten, einen geringeren Bedarf an Netzverstärkungen und eine verbesserte Integration erneuerbarer Energien.

Stationäre Batterien als flexible Vermögenswerte.

Bewährte Praktiken

Besitzer von Batterieanlagen und CPOs verfügen in der Regel über eine starke technische Basis: fortschrittliche Batteriemanagementsysteme, Echtzeitüberwachung, kontinuierliche Verbesserungen bei Steuerungsalgorithmen und Degradationsmodellierung sowie geografisch verteilte Portfolios, die eine effektive Aggregation unterstützen.
Eine erfolgreiche Teilnahme erfordert in der Regel Zusammenarbeit. Integratoren verwalten die Datenverarbeitung, Flexibilitätsprognosen und die Optimierung der Verteilung und wandeln die Kapazitäten der Anlagen in marktreife Signale um. Aggregatoren bündeln mehrere Anlagen zu virtuellen Kraftwerken (VPPs) und ermöglichen so die Teilnahme an größeren Großhandels-, Ausgleichs- und lokalen Märkten. Diese Struktur bietet Zugang zu TSO-Ausgleichsprodukten (z. B. aFRR und mFRR) und DSO-Constraint-Management-Services.
Einnahmequellen können mit einfachen Anwendungen wie Zeitarbitrage (Aufladen in Zeiten niedriger Preise und Entladen in Zeiten hoher Preise), Maximierung des lokalen PV-Eigenverbrauchs oder Optimierung des Großhandelsmarktes beginnen. Zu den fortgeschritteneren Möglichkeiten gehören die Bereitstellung von Frequenzwiederherstellungsreserven für TSOs und die Unterstützung von DSOs bei Überlastungen/Spannungsschwankungen. Wo es die Marktregeln zulassen, verbessert das Value Stacking – die Kombination mehrerer Dienste auf derselben Anlage – die wirtschaftliche Rendite erheblich, ohne dass zusätzliche Hardware erforderlich ist.
Vor dem Eintritt in einen Markt stellen sich folgende wichtige Fragen: Wie viel Prozent der installierten Kapazität sind mit intelligenten Steuerungen und sicherer Cloud-Konnektivität ausgestattet? Sind dynamische Preissignale zugänglich? Wie ist der aktuelle Reifegrad der lokalen Beschaffungsrahmen für Flexibilität? Die jährlichen Marktbewertungen von smartEn und LCP Delta liefern nützliche Benchmarks zur länderspezifischen Bereitschaft.

Die Auswirkungen

Bei strategischem Einsatz wandeln sich stationäre Batterien von passiven Speichergeräten zu aktiven, vielseitigen Anlagen, die das Stromnetz unterstützen. Effektive Partnerschaften und die Optimierung für vielfältige Anwendungsfälle ermöglichen einen bedeutenden Beitrag zur Systemstabilität und zur Integration erneuerbarer Energien und bieten gleichzeitig einen soliden wirtschaftlichen Mehrwert für Anlagenbesitzer und -betreiber.
Bei Hive Power unterstützen wir Batteriebesitzer und CPOs in ganz Europa bei der Umsetzung dieser Ansätze durch bewährte Aggregations- und Optimierungstools. Wenn Sie darüber sprechen möchten, wie Ihr Portfolio aktiver an Flexibilitätsmärkten teilnehmen könnte, vereinbaren wir gerne einen Termin für eine gezielte Demonstration.

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