Erneuerbare Energie in Österreich: Was Sie wissen sollten

Oktober 18, 2021
Wasserkraftenergie in Österreich Wasserkraftdamm in Österreich Windenergie in Österreich

Bis zu 62 % der Landesfläche Österreichs sind mit wunderschönen Bergregionen bedeckt, was das Land auch als Alpennation bekannt macht. Dies ist ein wesentlicher Grund für die Vorherrschaft des alpinen Skisports und des Abfahrtslaufs im Land, aber die Landschaft ist auch für die Erzeugung erneuerbarer Energie optimal geeignet. So stammen fast 80 % der in Österreich erzeugten Energie aus erneuerbaren Energiequellen, insbesondere aus Wasserkraftwerken.[caption id="attachment_8621" align="aligncenter" width="940"]

Österreich-Gipfel

Bild von Conny Schoenherr from Pixabay[/caption]Österreichs reiche Geschichte und Kultur machen es zu einem Ort, mit dem man rechnen muss, denn es ist die Heimat klassischer Komponisten und Künstler und auch des ältesten Menschen Europas, Ötzi. Österreich mag kleiner sein als einige andere europäische Länder, aber es hat sein Erbe und seine große Bedeutung als eines der weltweit führenden Länder im Bereich der erneuerbaren Energien.

Wie weit ist Österreich auf dem Weg zur erneuerbaren Energie gekommen?

Österreich hat mehrere Industrien, insbesondere einen großen Dienstleistungssektor. Für jeden dieser Wirtschaftszweige kann der Einsatz von Energie nicht hoch genug eingeschätzt werden. Der Energiesektor umfasst zwar nach wie vor die Förderung von Erdöl, Erdgas und dergleichen, doch die Einbeziehung erneuerbarer Energien ist unübersehbar. Die Energieproduktion ist in Österreich zwischen den 1990er Jahren und 2015 generell um ein Drittel gestiegen und hat sich im Zuge der Entwicklung nach oben bewegt, was die Nutzung weiterer Energiequellen erforderlich machte.Österreich als Land hat sich aufgrund der hohen Einbindung erneuerbarer Energien in die Netze vor allem auf IT-basierte Stromversorgung, Smart Metering und Steuerungsinstrumente verlegt. Als geeignete und alternative Energiequellen haben erneuerbare Energieträger wie Bioenergie, Windkraft, Wasserkraft und Solarenergie ihren Teil dazu beigetragen, dass erneuerbare Energien in Österreich boomen. Wir haben sie im Folgenden näher beleuchtet.

  1. Wasserkraft - Wasserkraft wird in Österreich in großem Umfang genutzt und deckt bis zu 56 % des Strombedarfs. Dieses Wachstum wird vor allem durch das Vorhandensein von Gipfeln und hohen Wasserfällen begünstigt. Zum Beispiel sind 13 Berge in Österreich 3000 Meter hoch, und 34 Gipfel sind mehr als 2000 Meter hoch.[caption id="attachment_8618" align="aligncenter" width="940"]
Wasserkraftwerk in Österreich
  1. Bild von Liggraphie from Pixabay[/caption]Derzeit sind 3100 Kleinwasserkraftwerke und mehr als 700 Laufwasserkraftwerke in Betrieb, die bis zu 55-67% des Stroms für Wien und alle anderen Teile des Landes erzeugen. Österreich ist ein Vorreiter in Sachen Wasserkraft und liefert sogar Turbinen und Maschinen für die Stromerzeugung an andere europäische Länder.
  2. Bioenergie - Als Land mit ordnungsgemäßer Abfallwirtschaft werden rund 63 % der in Österreich anfallenden Abfälle recycelt. Österreich setzt auf Bioenergie, die bis zu 59 % der erneuerbaren Energieerzeugung ausmacht. Außerdem stammt der Großteil der in Österreich verbrauchten Bioenergie aus festen Biobrennstoffen wie Sägenebenprodukten, Rinde, Hackschnitzeln und Brennholz.
  3. Windenergie - Im Jahr 2017 wurden in Österreich mehr als 1,75 Millionen Haushalte durch 1269 Windkraftanlagen mit Strom versorgt. Derzeit macht die Windenergie 13 % des österreichischen Stromsektors aus. Laut dem Österreichischen Windenergieverband soll er bis 2030 auf 26 % steigen.
  4. Solarenergie - Die Nutzung der Solarenergie wird bei der Entwicklung der erneuerbaren Energien in Österreich nicht vernachlässigt, obwohl sie nur etwa 6,3 % der erneuerbaren Energie in Österreich liefert. Letztes Jahr hat das österreichische Klimaministerium 50 Millionen Euro für die Errichtung von 1 Million Photovoltaik-Dachanlagen genehmigt.

Politische Maßnahmen zur Förderung des Wachstums der erneuerbaren Energien in Österreich

Österreich hat sowohl die Fähigkeit als auch den politischen Willen, die Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu fördern. Der jüngste Rückgang der Treibhausgasemissionen und des CO2-Fußabdrucks in Österreich kann auf bestimmte Gesetze und die Maximierung von Forschung und Entwicklung im Land zurückgeführt werden. Kürzlich stimmte das österreichische Nationalparlament für das Erneuerbare-Ausbau-Gesetz (EAG), das darauf abzielt, dass 100 % des österreichischen Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden, und setzte damit ein Ziel mit realistischen Plänen. Zuvor hatte Österreich einen Nationalen Energie- und Klimaplan erstellt, der auf der von der Regierung im Jahr 2018 veröffentlichten "Mission 2030" basiert. Dieser Plan prägt bis heute viele Aktivitäten rund um erneuerbare Energien in Österreich: Um die Klima- und Energieziele für 2030 und 2040 zu erreichen, werden unter anderem strenge Gesetze zu Treibhausgasemissionen erlassen. Auch dazu gibt es Pläne und Projekte.

Laufende EE-Projekte und -Initiativen in Österreich

Die Zahl der Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien in Österreich ist recht hoch, aber diese beiden haben große Auswirkungen.

1. GE Renewable Energy liefert 157TWh Windstrom

GE Renewable Energy gab im September 2020 bekannt, dass es Onshore-Windturbinen für die beiden Windparks im österreichischen Burgenland liefern wird. In Zusammenarbeit mit der PÜSPÖK-Gruppe werden bei dem Projekt 30 GE Cypress-Windturbinen in einem Onshore-Windpark eingesetzt, der 157 TWh im Burgenland liefert.

Windenergie in Österreich

Interessant ist, dass dieses Projekt Installationen und einen mehrjährigen Wartungsplan umfasst, der es nachhaltig macht. Das Projekt wird jährlich bis zu 85.000 Haushalte mit 4.400 KWh pro Haus versorgen und soll bis Ende 2021 abgeschlossen sein.

2. BEST (Bioenergie und nachhaltige Technologien)

Zusammenarbeit mit anderen Partnern in Wien - Ab 2019 wird an einer Pilotanlage in Wien gearbeitet, um Abfall in Wert umzuwandeln. BEST hat mit dem Institut für Verfahrenstechnik der Technischen Universität Wien zusammengearbeitet, um die Bioenergieerzeugung durch eine verbesserte Synthesegasumwandlung aus Holz zu verbessern. 1 MW-Vergasungsanlage als Pilotprojekt ist derzeit im Bau, und es ist geplant, sie in die Abfallverbrennungsprozesse zu integrieren. Ausgehend von der Größenordnung, mit der es begonnen hat, ist noch mehr zu erwarten. Zu den Partnern in diesem Projekt gehören die SM Group, Heinzel Paper und vier weitere Unternehmen.

Expertenprognosen zu erneuerbarer Energie in Österreich

Österreich hat die von der EU für 2020 gesetzten Ziele für erneuerbare Energien bereits im Jahr 2016 erreicht. Nun hat sich Österreich das Ziel gesetzt, den Strombedarf seiner 8,95 Millionen Einwohner bis 2030 zu 100 % zu decken und bis 2040 kohlenstoffneutral zu sein. Österreich kann dieses Ziel erreichen, indem es seine Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf 22 bis 27 TWh steigert, wovon 10 TWh aus Windenergie stammen dürften, was angesichts der Wachstumsrate des Marktes für erneuerbare Energien und der vorhandenen Technologien möglich ist. Da Österreich durch die Tschechische Republik, Deutschland, Italien, die Schweiz, Ungarn, Slowenien, die Slowakei und Liechtenstein eingeschlossen ist, werden sich alle Formen der Innovation in Österreich hoffentlich ausbreiten und mehr Wirkung entfalten.

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